Der Newton ist ein sogenannter PDA, ein Personal Digital Assistant. Es ist ein kleiner
Computer mit Stifteingabe und Handschrifterkennung, der als Hauptfunktionen
Adressverwaltung, Terminverwaltung und Notizen umfaßt. Das würde allerdings kaum
Vorteile gegenüber einem normalen Filofax haben.
Die Funktionalität geht deshalb auch weit darüber hinaus. Man kann den Newton zum
Beispiel zur mobilen Texteingabe(über eine Zusatztastatur) nutzen, mit ihm eMails
schreiben, lesen und empfangen, ihn zum surfen im Internet benutzen, Newsgroups
abonnieren. Darüber hinaus gibt es unzählige Spezialverwendungen bis hin zur
Lagerstandskontrolle mit Barcodeleser.
Apple hat den Newton ursprünglich aus der Taufe gehoben. Damals noch mit einer eher krückigen Schrifterkennung und recht beschränkten Möglichkeiten und Geschwindigkeit. Durch eine kontinuierlich Weiterentwicklung von Hard- und Software entstand nach dem OMP (Original MessagePad), dem MP 100, dem 110er, 120er und dem 130er die 2000er, bzw. 2100er Serie. Mit einem ausgereiften Betriebssystem und einer schnellen Hardwareplattform wurde der Newton so, wie er immer schon gedacht war: Zum ultimativen flexiblen, mobilen Begleiter.
Diese Entwicklung fand durch Apples neue Produktstrategien im Februar/März 1998 leider ein jähes Ende. Ein Lieferstop und die Einstellung der Entwicklung des Newton Betriebssystems werden den Newton in die Riege der Innovationen einreihen, in der sich bereits der Amiga, der Atari und viele andere Produkte befinden, deren technische Überlegenheit locker den Erfolg des Systems ermöglicht hätten, aber an einem fehlgeschlagenen Marketing scheiterten.
Meinen zweiten Newton (ein 2100D) habe ich mittlerweile verkauft. Meinen ersten Newton (Der 100D) werde ich aberaus sentimentalen Gründen behalten.